
Hofkirche St. Leodegar, Luzern
MUSIK AM HOF
Abendkasse ab 19:00 Uhr
Eintritt erste Kategorie: 80 CHF
(Kinder und Studierende mit Ausweis 60 CHF)
Eintritt zweite Kategorie: 50 CHF
(Kinder und Studierende mit Ausweis 30 CHF)
Vorverkauf: www.eventfrog.ch
Konzerteinführung

Franziska Gallusser studierte Musikwissenschaft an der Universität Leipzig sowie an der Université de Paris IV (Sorbonne) und wurde am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich mit einer Dissertation zum Musikbegriff des späten Hindemith promoviert. Von 2015 bis 2019 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Projekt «Musikkollegium Winterthur – Briefwechsel Werner Reinhart». Anschliessend arbeitete sie am Richard-Strauss-Institut in Garmisch-Partenkirchen. Seit Sommer 2021 ist sie Mitarbeiterin am Richard Wagner Museum in Luzern und Dramaturgin bei der Tonhalle-Gesellschaft Zürich. Daneben gibt sie regemässig Einführungen und Kurse zur Musikgeschichte für Jung und Alt, so etwa an der Musikschule Konservatorium Zürich.
Solist*innen
Engel 1 und Knabe

Gabriela Glaus, 1996 in St. Gallen (CH) geboren, schloss 2022 den Master of Arts in Music bei Simone Durrer-Stock an der Hochschule Luzern ab. Zuvor erlangte sie dort den Master in Musikpädagogik (Alte Musik) und den DAS in Vokalpädagogik bei Liliane Zürcher. Meisterkurse u. a. bei Malcolm Walker, Sarah Maria Sun und Emma Kirkby ergänzten ihre Ausbildung.
Zuletzt war sie als Königin der Nacht (Die Zauberflöte) und als Pauline (Pariser Leben) zu hören. Sie tritt solistisch und in Ensembles wie der St. Galler Bachstiftung und den Basler Madrigalisten auf. Mit Tenor Timothy Löw und Pianistin Janina Schülin gründete sie das Trio con Brio.
Sie gewann den Edwin-Fischer-Anerkennungspreis 2019 und den 1. Preis des Lions Musikwettbewerbs 2022. Gabriela Glaus unterrichtet Gesang, leitet den Kinderchor Schwarzenberg und den Chor Cantando Gersau und ist seit 2024 Co-Musikschulleiterin an der Äntlibuecher Musikschule.
Engel 2 und Witwe

Johanna Allevato kommt aus dem bayerischen Allgäu. Sie studierte Musiktheater und Konzertgesang an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Sie war Preisträgerin bei «Jugend musiziert» und seit 2014 häufig als Solistin mit dem Freiburger Oratorienchor zu hören. Kürzlich trat sie beim Internationalen Orgelfestival in Masevaux (F), und als Solistin in der «Johannespassion» in Jerewan (ARM) auf.
Engel 3 und Königin

Die Schweizer Mezzosopranistin absolvierte ihre Master of Arts in Performance und in Musikpädagogik mit Auszeichnung an der Hochschule Luzern – Musik bei Prof. Liliane Zürcher. Sie geht einer steten Konzerttätigkeit als Solistin, mit verschiedenen Besetzungen, sowohl im In- als auch im Ausland nach. So hat sie z.B. mit dem Tonhalle Orchester Zürich, dem Luzerner Sinfonieorchester, dem Freiburger Barockorchester und dem Helsinki Baroque Orchestra zusammengearbeitet und veranstaltet mit ihrer Lied-Duo Partnerin M. Zhuge Liederabende. Des Weiteren ist sie eine gefragte Ensemblesängerin und singt in der Zürcher Sing-Akademie unter der Leitung von F. Helgath (Gastdirigenten: u.a. R. Jacobs, K. Nagano, C. Dutoit). Meisterkurse und Unterricht u.a. bei I. Danz und M. Honig ergänzten ihre Ausbildung.
Ahab und Obadiah

Aufgewachsen in Marbach, absolvierte Gerhard Unternährer das Studium der Schulmusik II an der Hochschule Luzern in den Hauptfächern Chorleitung und Klavier und schloss bei Barbara Locher das Gesangsstudium mit dem Lehrdiplom ab. Mit Unterricht beim Tenor Nicolai Gedda, aktiver Teilnahme an Meisterkursen für Liedduo (mit Charles Spencer) und Chorleitung (mit Simon Halsey) bildete er sich weiter. Im Sommer 2016 erlangte er den erfolgreichen Abschluss eines Diploma of Advanced Studies (DAS) in Kirchenmusik, mit Schwerpunkt Chorleitung bei Ulrike Grosch an der Hochschule Luzern. Gerhard Unternährer ist auch als Tenor tätig. Gemeinsam mit Ludwig Wicki hatte er von 2001 - 2023 die Leitung des Stifs-Chores der Hofkirche Luzern inne. Er ist Gründer und Leiter des Vokalensembles ChorTon. Er wohnt in Sursee und unterrichtet Schulmusik und Sologesang an der dortigen Kantonsschule.
Elias

Balduin Schneeberger ist ein Berner Bass-Bariton und Gesangslehrer. Er tritt regelmäßig als Solist in Konzerten und Gottesdiensten in der ganzen Schweiz auf, u. a. mit dem Bach Ensemble Luzern, dem Vokalensemble Luzern und der Luzerner Kantorei.
Auf der Opernbühne sang er Partien aus Werken von Haydn, Mozart, Rossini, Wagner und Menotti. Er war in Jonathan Doves «Flight» (2017), William Waltons «The Bear» (2019) und Bizets «Le Docteur Miracle» (2023) zu erleben. 2022 sang er in der Naxos-Ersteinspielung von Joachim Raffs «Die Eifersüchtigen» die Rolle des Don Giulio. Sein Debüt am Luzerner Theater gab er 2019 als Marchese d’Obigny in «La Traviata».
Er studierte an der Hochschule Luzern (Master in Musikpädagogik, 2020) und setzte seine Ausbildung an der ZHdK (Master Solo-Performance) fort. Weitere Impulse erhielt er von Thomas Hampson, Malcolm Walker und Margreet Honig.
Chor

Der Chor der KlangVerwaltung wurde im Jahr 2000 von Enoch zu Guttenberg gegründet, um als professioneller Projektchor das Bachfest auf Schloss Herrenchiemsee anlässlich des 250. Todestages von Johann Sebastian Bach zu bereichern. Bereits bei den ersten Auftritten wurde der Chor von der Presse hoch gelobt und etablierte sich schnell als fester Bestandteil der Internationalen Herrenchiemsee-Festspiele. Im Laufe der Jahre trat er regelmäßig bei bedeutenden Festivals wie dem Rheingau Musik Festival, dem Menuhin Festival Gstaad und dem Braunschweig Festival auf.
Unter der Leitung von Enoch zu Guttenberg gastierte der Chor unter anderem mit der Matthäus-Passion in Madrid und Moskau, was den internationalen Ruf des Ensembles weiter festigte. Nach dem unerwarteten Tod von zu Guttenberg im Jahr 2018 setzte der Chor seine künstlerische Arbeit mit neuem Fokus fort. Dabei lag der Schwerpunkt auf der Entwicklung innovativer Konzert- und szenischer Formate sowie auf der Erweiterung der Kooperationen mit renommierten Festivals, Orchestern und Dirigenten auf nationaler und internationaler Ebene.
In den letzten Jahren konnte der Chor bedeutende Projekte realisieren, darunter Aufführungen mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg unter Markus Poschner und Kent Nagano in der Elbphilharmonie sowie kammermusikalische Interpretationen mit Dirigenten wie Andrew Parrott, Paul McCreesh und Fabio Biondi.
Orchester
Das FestivalOrchestra Hofkirche Luzern wurde im Rahmen des internationalen Orgelfestivals 2024 mit dem Verein “Musik am Hof” ins Leben gerufen. Unter der künstlerischen Leitung von Stéphane Mottoul vereint das Orchester herausragende Musikerinnen und Musiker aus der Stadt und Region Luzern. Geprägt vom Geist des Festivals, verbindet das Orchester historische und zeitgenössische Klangwelten im Konzert und lässt die Hofkirche als lebendigen Ort musikalischer Begegnung neu erklingen.
Violinen I
Christina Gallati (Konzertmeisterin)
Laura Abächerli
Maja Hunziker
Lucie Koci
Daniel Frankenberg
Liese Meszar
Violinen II
Daniel Kagerer
(Stimmführer)
Salome Hagenbüchle
Maria Korndörfer
Lenka Bonaventura
Robin Destefani
Bratschen
Markus Wieser
Noëmi Glenck
Petra Sprecher
Deborah Morat
Celli
Nadja Straubhaar
Stefania Verita
Maria Lobo
Stefano Zoller
Kontrabässe
Andreas Boppart
Kaspar Wirz
Hörner
Remo Leitl
Joseph Koller
André Marquês
Andrea Rüegge
Flöten
Christian Madlener
Caroline Werba-Spycher.
Klarinetten
Francesco Negrini
Barbara Boppart
Oboen
Nathanael Rinderknecht
Alexandra Moroz
Fagotte
Markus Boppart
Simone Bisseger
Trompeten
Pietro Locati
Laura Winter
Posaunen
Pirmin Rohrer
Andy Mattle
Anita Rohrer
Pauken
Daniel Higler
Orgel
Hansjörg Albrecht
Leitung

Stéphane Mottoul, geboren in Mons (B), studierte Orgel, Orgelimprovisation und Harmonielehre in Belgien, Deutschland und Frankreich, insbesondere an der HMDK Stuttgart und am CNSMDP Paris. Er erwarb das A-Kirchenmusikdiplom in Freiburg im Breisgau und ist Fellow des Royal College of Organists (UK). Unter der Leitung von Hansjörg Albrecht, Guy van Waas sowie an der ZHDK in Zürich mit Christof Brunner und Iwan Wassilevski entwickelte er das Orchesterdirigieren. Bekannt für seinen kreativen Einsatz von Registrierungen und Orgeltechniken, gewann er mehrere Preise. Als Solist tritt er in Europa und Nordamerika auf, mit einem Repertoire vom Frühbarock bis zum 21. Jahrhundert. Seit Oktober 2021 ist er Organist der Hofkirche St. Leodegar in Luzern und hat bedeutende Projekte, darunter die Gesamtaufführung von Bachs Werken, realisiert. 2017 erschien seine erste CD mit Werken von Maurice Duruflé beim Label AEOLUS. 2025 wurde eine Doppel-CD mit Werken von Franz Liszt und Richard Wagner veröffentlicht.
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
«Elias», op. 70
(1809–1847)
Oratorium nach Worten des Alten Testaments
für Soli, Chor und Orchester
Konzertdauer inkl. Pause ca. 150 Minuten

Das Oratorium «Elias» von Felix Mendelssohn Bartholdy, 1846 in Birmingham uraufgeführt, gehört zu den bedeutendsten geistlichen Werken des 19. Jahrhunderts. Es schildert die alttestamentarische Geschichte des Propheten Elias – seinen Kampf gegen den Götzendienst, seine Wunder, seine Verfolgung und schliesslich seine Himmelfahrt. Mendelssohn verbindet darin die klare Struktur und den geistlichen Ernst der barocken Oratorientradition Bachs und Händels mit der emotionalen Tiefe und farbigen Klangsprache der Romantik.
Felix Mendelssohn (1809–1847) war einer der vielseitigsten Komponisten seiner Zeit: Pianist, Dirigent und Begründer des modernen Konzertwesens. Er trug massgeblich zur Wiederentdeckung Johann Sebastian Bachs bei und verband klassisches Formbewusstsein mit romantischem Ausdruck. In Elias zeigt sich seine hohe kompositorische Reife – in kraftvollen Chören, empfindsamen Arien und einer meisterhaften Orchestrierung, die religiöse Leidenschaft und menschliche Zweifel gleichermassen spürbar macht.
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