
Hofkirche St. Leodegar, Luzern
MUSIK AM HOF
Abendkasse ab 19:30 Uhr
Eintritt: 45 CHF
Jugendliche und Studierende mit Ausweis 25 CHF
Vorverkauf: www.eventfrog.ch
Voces Suaves
Christina Boner, Soprano
Sara Jäggi, Soprano
Jan Thomer, Alto
Dan Dunkelblum, Tenore
Andrés Montilla-Acurero, Tenore
Tobias Wicky, Baritono
Joachim Höchbauer, Basso
Das Basler Vokalensemble Voces Suaves, gegründet 2012 von Tobias Wicky, widmet sich der historisch informierten Aufführung von Renaissance- und Barockmusik in solistischer Besetzung. Der warme Klang und die nuancierte musikalische Rhetorik des Ensembles verleihen den Interpretationen eine einzigartige Prägung, die die emotionale Intensität der Musik unmittelbar erlebbar macht. Das Ensemble besteht aus einem Kern von acht professionellen Sängerinnen und Sängern, die größtenteils mit der Schola Cantorum Basiliensis verbunden sind.
Voces Suaves kooperiert erfolgreich mit namhaften Ensembles wie dem Ensemble Concerto Scirocco, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Concerto Romano, Capriccio Stravaganza und dem Capricornus Consort Basel. Das Ensemble wurde zu bedeutenden Festivals in ganz Europa eingeladen und hat seit 2015 mehrere Aufnahmen bei renommierten Labels wie claves records, Ambronay éditions, Arcana (Outhere Music) und Deutsche Harmonia Mundi veröffentlicht, die mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurden.
Zum 400. Geburtstag des Schweizer Barockkomponisten Johann Melchior Gletle widmet das Vokalensemble Voces Suaves diesem bedeutenden Meister der Schweizer Musikgeschichte ein besonderes Konzertprogramm. Gletle, in Frauenfeld geboren und später als Domkapellmeister in Augsburg tätig, galt zu seiner Zeit als einer der prominentesten Komponisten im süddeutschen Raum. Sein umfangreiches Schaffen – geprägt von melodischer Eleganz, expressiver Textausdeutung und einem feinsinnigen Gespür für harmonische Farben – machte ihn weit über die Schweiz hinaus bekannt.
Unter dem Leitmotiv «Schweizer Klangpracht» entfaltet das Ensemble einen musikalischen Bogen, der Gletles geistliche Werke in all ihrer Vielfalt lebendig werden lässt. Das Programm lädt dazu ein, diesen zu Unrecht selten gespielten Komponisten neu zu entdecken – als eine der strahlenden Stimmen des Barock und als bedeutendes Kapitel schweizerischer Kulturgeschichte.